Warum nicht jedes Netzteil seinen Versprechungen nachkommt

Ihr kennt es doch bestimmt, man brauch ein neues 5V Handy Netzteil, da man entweder einen Raspberry Pi, Arduino oder sein Handy damit betreiben/aufladen möchte.
Aber wusstet Ihr das es wirklich einen Unterschied macht welches Netzteil Ihr nun kauft?

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No-Name vs. Samsung

Ich bin eigentlich kein Samsung Freund, hat seine Berechtigten Gründe, nicht nur das sich damals der Akku fast überhitzt hatte und ich seitdem auf Xiaomi schwöre, aber in einem Test den ich vor kurzem mit den neu angekommen No-Name Netzteilen gemacht habe, musste ich feststellen das No-Name nicht immer ein adäquater Ersatz für Markenware ist.
Bei den Netzteilen handelt es sich um Ware aus England, welche eine Spannung von 5V bereitstellen und einen Strom von 2A liefern können. Ja, können, obwohl „könnten“ besser passt, denn die Tests haben sich als ernüchternd herausgestellt wie Ihr auf den Fotos erkennen könnt:

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No-Name 5V Netzteil – unbelastet

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No-Name 5V Netzteil – mit 1A belastet
(Der Schalter ist auf 1A eingestellt, das Netzteil liefert nur 0.8A)

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No-Name 5V Netzteil – mit 2A belastet
(Schalterstellung 2A, Spannung am Netzteil bricht zusammen)

Um einen Vergleich zu haben, habe ich ein offizielles Samsung Netzteil genommen und ebenfalls getestet (Leider nicht auf Herz und Nieren, obwohl ich am liebsten beide aufgemacht hätte um den Unterschied bei den Bauteilen zu finden^^) und da hat man sich nun wirklich gewundert was Ihr auf den Bildern sehen könnt:

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Samsung 5V Netzteil – unbelastet

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Samsung 5V Netzteil – mit 1A belastet
(Man muss anmerken das Netzteil 1A liefern kann, aber die Widerstände eine gewisse Fertigungstoleranz haben)

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Samsung 5V Netzteil – mit 2A belastet

Kaum zu glauben, oder?
Das Samsung Netzteil hat bei einer Belastung von 2A keinen Spannungsverlust bzw. regelt die Spannung um 0.1V nach oben auf  5.2V. Beim No-Name Netzteil ist die Spannung bei 0.8A auf 4.6V eingebrochen und die 2A hat dieses nicht mehr geschafft, wie man sehen kann hat die Lastschaltung dies mit einem roten Aufleuchten quittiert und selbst für den Spannungs-/Strommesser war es zu wenig.

Was heißt das nun?

Für unsere modernen Smartphones reichen 0.8A nicht mehr aus um diese Schnell aufladen zu können, geschweige denn QuickCharge bzw. PumpExpress mit diesen billigen Netzteilen nutzen zu können.
Für kleine Projekte wie Arduino oder Basteleien die keinen hohen Strombedarf haben, sollten diese billig Netzteile reichen. Inwieweit diese für einen Raspberry Pi geeignet sind, werden wir mal schauen, dann werde ich den Beitrag entsprechend updaten. 🙂

Wer Quickcharge oder PumpExpress nutzen möchte bzw. das Smartphone schnell laden möchte, sollte ein Original Hersteller Gerät kaufen und bei Möglichkeit nachmessen ob wirklich 2A oder mehr kommen können.

Anmerkung: Für die gemessenen Werte kann keine Garantie übernommen werden. Ebenfalls wird keine Garantie für die im Text genannten Hersteller als sichere Quelle für Netzteile und deren Leistungsangaben gegeben. Für die Nutzung der Bilder wenden Sie sich an den Autor.

 

3 Gedanken zu „Warum nicht jedes Netzteil seinen Versprechungen nachkommt“

  1. Beim RasberryPi sollte man das Netzteil in jedem Fall überlegt auswählen. Ist das Netzteil zu schwach kann es sein, dass bestimmte Funktionen nicht wirklich funktionieren. Das Ethernet spinnt beispielsweise beim Pi1 gerne rum, wenn das Netzteil zu schwach ist (bzw. es macht gar nichts), anderes Netzteil et Voilá – alles gut.

    Sollte man USB-Peripherie anschließn die Strom braucht gilt hier das gleiche. Also immer schön ein gutes Netzteil kaufen 🙂

    1. Das stimmt, ich habe meinen Pi1 ohne USB-Hub betrieben und beim booten wo der WLAN Stick angeschlossen war, war er in einer Boot Schleife gefangen.
      Sollte ich ein paar Pi´s zum testen in die Hände bekommen, dann werde ich den Beitrag updaten 🙂

  2. Erhitzende/defekte Akkus sind kein Endgeräte herstellerspezifische Phänomen. Die Preisleistung gibt der chinagerätewahl schon eher recht.

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